junge Impulse goes school!

In enger Absprache mit Herner Schulen wurde ein spezielles Angebot für die Schüler und Schülerinnen eingerichtet:

An den letzten beiden Schultagen vor den Herbstferien wird das Festival mit einer Schulaufführung (AKA) eröffnet. Die Kinder und Jugendlichen werden im Vorfeld eingeladen, sich im Kunstunterricht und der Tanz AG auf das Festival vorzubereiten. Mit Skulpturen oder Plakaten sowie Tanz und Fotos werden sie gemeinsam mit ihren Lehrer*innen die „Jungen Impulse“ der Stadt aufdecken und während des Festivals mit einer Ausstellung sichtbar machen.

Das ganze Festival-Programm ist während der 1. Herbstferienwoche für alle Herner Schüler*innen zugänglich und lädt zum kreativen Austausch ein. Die Räumlichkeiten der Realschule Crange werden für die Workshops, die Ausstellung und die verschiedenen Veranstaltungen genutzt

Kunstworkshop

mit Daniel Pulido Ortiz

Eine Veranstaltung des „Eine Welt Zentrum Herne“ im Rahmen der Weltbaustellen NRW in Kooperation mit dem junge Impulse Festival Das Eine Welt Zentrum Herne lädt in diesem Jahr den Street Art Künstler Daniel Pulido Ortiz aus Nicaragua ein, ein größeres Wandmalprojekt – „Weltbaustelle Zwei“ – in der Stadt umzusetzen. „Bei den UN-Nachhaltigkeitszielen handelt es sich um ein eher sperriges Thema, es benötigt auffällige Botschaften, um es den Menschen nahe zu bringen. Ein riesiges Wandgemälde, das an einem öffentlichen Ort entsteht, halten wir dafür besonders geeignet,“ so Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum. Die Aktion „fällt ins Auge“ und weckt so Neugier und Interesse in der Öffentlichkeit. Die Wandmalerei wurde ausgehend vom revolutionären Mexiko eine populäre Kunstform in Lateinamerika. In der Tradition des Muralismo werden Themen aus dem Alltag der Menschen künstlerisch verarbeitet und der Bevölkerung frei zugänglich gemacht. Im Rahmen des junge Impulse Festivals wird Daniel Pulido Oritz mit einer Schulklasse die Themen der Nachhaltigkeit und der Frage nach der zukünftigen Stadtgesellschaft künstlerisch und kreativ bearbeiten, sodass die Kinder und Jugendlichen eigene Bilder entwickeln, die bei einer Ausstellung im Rahmen des junge Impulse Festivals ausgestellt werden.

Daniel Pulido Ortiz

ist ein vielseitiger Künstler, der in dieser lateinamerikanischen Tradition arbeitet und schon zahlreiche Wandbilder erstellt hat.  

Er wurde 1956 in Bogotá in Kolumbien geboren. Seit 1984 lebt er in Nicaragua, dessen Staatsbürger er seit 1989 ist. Er ist Künstler und Autor. Seine Wandgemälde sind mittlerweile in Kolumbien, Costa Rica, Nicaragua, den USA, Italien, Holland, Schweden und auch in Deutschland zu bestaunen. Seit 33 Jahren lebt Daniel in einer indigenen Gemeinschaft in León, einer Universitätsstadt an der Pazifikküste Nicaraguas. Dort ist der vielseitige Künstler Mitbegründer der Bewegung „Volkstheater ohne Grenzen“ und arbeitet seit 2006 für die Literaturzeitschrift `Des Honoris Causa`. Vor allem liegen ihm die Werte der Nachhaltigkeit und der Menschenrechte am Herzen. Daher arbeitet er seit 1998 in dem Kulturzentrum ´Madre Tierra` (Mutter Erde). Dort bringt er Kindern und Jugendlichen diese Werte bei und unterstützt sie ihr Erlerntes und Inneres kreativ und künstlerisch auszudrücken. Darüber hinaus hat er vier Kinderbücher veröffentlicht, von denen auch einige ins Deutsche übersetzt wurden.

Weltbaustellen NRW

Seit dem 1. Januar 2016 sind sie in Kraft: Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen. Sie sind das Ergebnis einer globalen und gründlichen Debatte über die Nachhaltigkeit bisheriger Entwicklungs-Strategien. Mit der Kampagne Weltbaustellen NRW hat das Eine Welt Netz NRW die Ziele für nachhaltige Entwicklung und die 2030-Agenda der Vereinten Nationen bereits mit vielen Menschen in NRW diskutiert. In den Jahren 2016 und 2017 wurden dazu in 17 Städten öffentlichkeitswirksam eine gesellschaftliche Debatte um die Ziele nachhaltiger Entwicklung angestoßen. Mit dem neuen Projektzyklus von 2018-2020 soll diese Auseinandersetzung fortgeführt werden. Die Kampagnen-Bausteine bieten vielfältige Möglichkeiten zu Gesprächen und Aktivitäten – und zugleich die Chance für Engagierte aus unterschiedlichsten Themenfeldern, sich aktiv einzubringen. Die Partner vor Ort sind lokale Eine-Welt Initiativen, Bündnisse und Kommunen, die die Aktionen vor Ort koordinieren.

Mehr Infos: ewz-herne.de

Stadteil Rebell

Tanz im öffentlichen Raum

September und Oktober 2018

Die Stadt wird für die Kinder zum künstlerischen Begehungs- und Begegnungsort. Um die Schule herum werden sie im September und Oktober die Straßen, Ecken, Menschen, Gebäude des Stadtviertels aufsuchen und erforschen. Beobachtungen setzen sie in Bewegungen um. Es wird an Mauern, auf Bänken, auf Treppen getanzt. „Wogegen wollte ich schon immer mal rebellieren?“ „Was wollte ich den Anderen schon immer mal mitteilen?“ „Welche Themen beschäftigen mich?“ werden als Ausgangsfragen dienen. So kann die Fragestellung z.B. in Form von Kreide auf den Straßen in der Stadt mitgeteilt werden oder in Bewegungen und Tanz umgesetzt werden.

ENSAMPLE goes School in Kooperation mit der Realschule Crange. Ein Projekt gefördert durch das NRW Landesprogramm „Kultur und Schule“.

TANZ „A.K.A“ – Schulaufführung

Freitag, 12.Oktober 2018

WHO AM I? WHERE DO I BELONG?
DO YOU KNOW WHO I AM? LET ME KNOW!

Welchen Teil von mir will ich mit anderen teilen, was behalte ich für mich. Sieht die Community wirklich nur das, was ich sie sehen lassen will? Auf Instagram, im Club, bei meinen Freunden, bei meiner Familie? Wieviel von mir bin ich dort? Wie ein Puzzle bin auch ich erst ganz, wenn sich alle Teile zusammensetzen. Doch wer sieht das Gesamtbild, vollständig, als ein Ganzes? Fake or real. ME aka I aka MYSELF. Facetten eines Individuums in Zeiten von Instagram und anderen sozialen Netzwerken.

Das Stück beleuchtet die Frage, wieviel Einfluss man darauf hat, was die (virtuelle) Öffentlichkeit von der eigenen Persönlichkeit wahrnimmt. Kann man die Außensicht überhaupt steuern? Oder wird man von den verschiedenen Puzzlestücken, die man von sich über die Jahre freigibt, irgendwann eingeholt. Vielleicht ermöglichen aber auch gerade die Themen, die in realen privaten Kontexten keinen Platz finden eine Verbindung mit fremden Menschen, die ähnliche Erinnerungen virtuell teilen. AKA, 7 Tänzern und Tänzerrinnen unterschiedlichen Alters mit unterschiedlichen tänzerischen Biografien zeigen fragmentarisch ihren persönlichen Umgang mit Öffentlichkeit und Privatsein als Tanztheater für junges Publikum und Schulklassen (ab 10 Jahren), das Stück verbindet urbanen und zeitgenössischen Tanz mit Videoprojektionen in einem mobilen Bühnenbild.

Künstlerische Leitung | ChoreografieYvonne Eibig
Tanz | ChoreografieChakir Law, Demo Law, Fatima Niza, Hermann „Flying Baer“ Bär, Kola Law, Olga Wiens,  Serro Law
ProduktionsassistenzLasse Thiel
Live Visuals / BühneBruno Valentim, fake visuals
LichtKai Gusseck
Technische AssistenzJulian Koncos
ProduktionARTbewegt

Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, den Kulturbetrieb der Stadt Aachen sowie das NRW Kultursekretariat Wuppertal.

Tausend Bilder und eins

Comic als ästhetische Praxis in der postmigrantischen Gesellschaft.

Lesung, Diskussion und Ausstellung

Innerhalb dieser Ausstellung werden ausgewählte Bilder aus dem Comic Tausend Bilder und eins gezeigt. Die sich gegenwärtig global abzeichnenden Umwälzungsprozesse erfordern ein Umdenken und kreatives Handeln auf allen gesellschaftlichen Ebenen, um den hyperkomplexen Problematiken dieser Welt gerecht zu werden. Ausgehend von dem Verständnis des Comics als ein Zwischenraum, entfaltet dieser Band ein vielstimmiges, intramediales und transdisziplinäres Kaleidoskop unserer heutigen postmigrantischen Gesellschaft. Das Buch versammelt Comics von Schülern und Schülerinnen und Studierenden zum Themenfeld Heimat, Fremde, Flucht, Identität, denen Essays und Interviews von Wissenschaftlern und Künstlern gegenübergestellt sind. Das Buch leistet so einen zeitgemäßen Beitrag zu einer lebendigen Wissenschaft und ist zugleich ein Plädoyer für eine sparten-, kultur- und generationenübergreifende Auseinandersetzung mit zentralen Themen unserer Zeit.

Das an der Heinrich-Heine- Universität angesiedelte Schnittstellenprojekt "Quo Vadis" unter der Leitung von Dr. Angela Weber will Interkulturalität und wechselseitigen Austausch über das Medium des Comics begreifbar machen und damit einen Raum schaffen, in dem interkulturelle Vielfalt als kreative und produktive Chance verstanden werden kann, von welcher alle Beteiligten profitieren können.

Weitere Informationen zum Projekt und zur Publikation.

Das Programm ist entstanden in Kooperation mit „Plan B Ruhr e.V.“